www.pflegekammer-jetzt.de ist eine Initiative der Interessenvertretungen der beruflichen Pflege

Pflegekammer Jetzt!


Pflegekammer Jetzt! - Selbstverwaltung für eine Bündelung der berufsständischen Interessen der Pflege durch die Pflege!

DBfK Nordwest unterstützt Entschließungsantrag zur Pflegekammer NRW

(Essen) Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest e.V. begrüßt den Entschließungsantrag der Landtagsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zur Stärkung der Interessenvertretung der Pflegeberufe sowie zur Entwicklung eines Handlungskonzepts für die Errichtung einer Pflegeberufekammer Nordrhein Westfalen. Der DBfK fordert jedoch im Zusammenhang mit einer Urabstimmung zur Beteiligung der Pflegefachpersonen den Verzicht auf ein Abstimmungsquorum. Zudem muss die Durchführung der Befragung durch ein pflegewissenschaftliches Institut erfolgen und die Finanzierung einer umfassenden Informationskampagne durch das Land NRW sichergestellt werden. Die Vorbereitung und Steuerung einer Informationskampagne muss durch eine Konferenz der beruflich Pflegenden erfolgen. Kurz vor dem beginnendem Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen haben sich auch die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen deutlich positioniert: die Pflegeberufe in NRW müssen gestärkt werden. Laut des aktuellen Entschließungsantrags (Drucksache 16/14191) sollen zukünftig Vertreter der beruflichen Pflege in NRW in alle die Pflegenden betreffenden landespolitischen Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Hierzu soll ein Handlungskonzept für die Errichtung einer Pflegekammer in NRW erarbeitet und die Pflegenden sollen mit Hilfe einer Urabstimmung an der Entscheidung zur Errichtung einer Pflegeberufekammer beteiligt werden. Der DBfK Nordwest begrüßt den Entschließungsantrag der beiden Regierungsfraktionen: „Eine wirksame Beteiligung der Pflegefachpersonen in NRW, auf Augenhöhe mit anderen Heilberufen, bei landespolitischen Entscheidungsprozessen ist längst überfällig. Wir hoffen, dass nun auch die Pflegenden in NRW zeitnah beispielsweise an der Landeskrankenhausplanung beteiligt werden.“ erläutert Martin Dichter, Vorsitzender des DBfK Nordwest.

Auch die im Entschließungsantrag geforderte Befragung der Pflegefachpersonen in NRW vor Gründung einer Pflegeberufekammer unterstützt der DBfK Nordwest. Diese Unterstützung ist jedoch gebunden an die Umsetzung von vier Forderungen, deren Umsetzung wichtige Voraussetzungen für eine sinnvolle Befragung der beruflich Pflegenden darstellen:

  1. Auf ein Abstimmungsquorum ist zu verzichten. Ein Quorum ist für Befragungen dieser Art nicht sinnvoll. Bisher liegen kaum Erfahrungswerte zu Urwahlbefragungen von Pflegefachpersonen vor. Folglich kann die Höhe eines Abstimmungsquorums nicht sinnvoll festgelegt werden. Daneben hängt die zu erwartende Wahlbeteiligung maßgeblich vom Umfang einer Informationskampagne ab. Daher sollten bei der Entscheidung für eine Urwahlbefragung alle Anstrengungen in eine möglichst umfassende Informationskampagne und nicht in die Festlegung und Diskussion über ein mögliches Quorum gelegt werden.
  2. Das Land NRW muss eine umfassende Informationskampagne zu Zweck und Aufgaben einer Pflegeberufekammer in NRW sicherstellen. Diese muss das Ziel verfolgen jede Pflegefachperson in NRW zu erreichen. Hierzu muss das Land NRW entsprechende Haushaltsmittel im siebenstelligen Bereich zur Verfügung stellen.
  3. Die Befragung muss durch ein pflegewissenschaftliches Institut erfolgen. Nur so kann eine genaue Kenntnis der zu befragenden Berufsgruppe sichergestellt werden. Daneben ist eine vorurteilsfreie Haltung zu Pflegeberufekammern und deren Wirkung für die Selbstverwaltung der Pflegenden eine wichtige Voraussetzung für das zu beauftragende Forschungsinstitut.
  4. Eine Konferenz der beruflich Pflegenden ist von der Landesregierung einzurichten. Diese Konferenz besteht im Sinne der Selbstverwaltung ausschließlich aus Vertretern der beruflichen Pflege in NRW. Ihre Aufgabe ist die Vorbereitung und Steuerung der erwähnten Informationskampagne in Kooperation mit dem zuständigen Ministerium.

Laut Dichter wird sich die Ernsthaftigkeit, mit der die Stärkung der Pflegeberufe in NRW vorangetrieben wird, vor allem daran ableiten lassen, in welcher Höhe finanzielle Ressourcen für eine Informationskampagne zur Verfügung gestellt werden.

Unabhängig hiervon wird der DBfK Nordwest in Eigenregie sowie in Kooperation mit Partnern Informationsveranstaltungen zu Zweck und Aufgaben einer Pflegekammer NRW durchführen.
Daneben setzt der DBfK auch aufgrund der Erfahrungen in anderen Bundesländern mit nunmehr beschlossenen Pflegekammern auf die Zusammenarbeit mit der Landesregierung sowie den im Landtag vertretenen Parteien. Denn nur so ist eine hohe Akzeptanz bei der Befragung und in der Politik möglich.

Quelle: Pressemitteilung des DBfK Nordwest

Drucken PDF

Kommentare  

 
-1 #7 RE: DBfK Nordwest unterstützt Entschließungsa ntrag zur Pflegekammer NRWMartin H. 2017-05-24 15:03
Eine Bemerkung noch an dieser Stelle:
Sie schreiben: "Wer möchte wohl die Pflegekammern?"
Viel interessanter ist doch die Frage, wer sie unbedingt verhindern möchte? Und da stoßen Sie auf ein Konglomerat verschiedener Lobby- und Interessengrupp en, u. a. aus Arbeitgeberverb änden wie dem bpa, oder auch aus den Reihen anderer Gesundheitsberu fe wie Ärzten, die einen Machtverlust fürchten und unbedingt den Status quo erhalten möchten.
Zitieren
 
 
+1 #6 RE: DBfK Nordwest unterstützt Entschließungsa ntrag zur Pflegekammer NRWMartin H. 2017-05-24 14:51
@ Norbert H.:
Polemik kann ich bei Frank M. eigentlich nicht erkennen, da er - im Gegensatz zu Ihnen - seine Aussagen belegt und nicht nur so wie Sie und auch Hr. Schmitz irgendwelche Behauptungen in den Raum stellt. Persönlich sind ebenfalls nur Sie geworden (z. B. "Troll").
Aber um mal auf Ihre Aussagen bzw. die von T. Schmitz zurückzukommen:
In den Pflegekammern mögen überdurchschnit tlich viele Mitglieder von DBfK u. a. Verbänden sitzen; ja und? Wenn man sich mal im Kollegenkreis umschaut, wird man auf breites berufspolitisch es Desinteresse stoßen - mit Ausnahme der Leute, die ohnehin schon in diversen Verbänden/Gewerkschaften sind u. sich dort engagieren. So ist es kein Wunder, daß besonders viele Verbandsmitglie der sich auch in der Kammer engagieren und haben wählen lassen. Übrigens betrifft das auch Verdi, die ebenfalls in der Pflegekammer RLP stark vertreten sind.
Was die Stimmungsmache gegen PDLs u. ä. soll, weiß ich jetzt auch nicht; Fakt ist jedenfalls, daß "der Gegner" (um bei Ihrer Ausdrucksweise zu bleiben) für mich als Krankenpfleger nicht im Pflegemanagemen t sitzt und auch nicht (dies wurde hier auf der Seite auch schon versucht zu suggerieren) bei den Lehrern für Pflegeberufe; sondern bei berufsfremden Hetzern, die (z. T. leider erfolgreich) versuchen, die verschiedenen Gruppen der Pflege gegeneinander aufzuhetzen (Altenpflege gegen Krankenpflege, Nichtakademiker gegen Studierte etc.).
Das Wichtigste ist die Bezahlung? Dem wage ich mal zu widersprechen, wir haben noch viel brennendere Baustellen in der Pflege, z. B.:
- Keine Mindestpersonal besetzung, dadurch vielfach gefährliche Pflege
- Keine klar umrissenen Aufgabenfelder, dadurch Zuteilung pflegefremder Aufgaben von anderen "nach Gusto".
Dies wären politisch steuerbare Problemfelder und lägen damit auch eindeutig im Einflußbereich der Kammern!
Stattdessen wird von interessierter Seite (meist Politiker verschiedener Parteien) kurz vor den Wahlen rührselig nach besserer Bezahlung der Pflegekräfte verlangt - und wissen Sie, warum? Weil es sie nix kostet! Stichwort Tarifautonomie... die Löhne werden nämlich zwischen Arbeitgeberverb änden und Gewerkschaften ausgehandelt, hier hat die Politik nichts mitzureden. Aber man kann sich ja als ach so besorgten Politiker profilieren.
Wenn Ihnen persönlich die Frage der Bezahlung so wichtig ist, dann engagieren Sie sich doch bei Verdi oder einer anderen Gewerkschaft, das bleibt Ihnen doch unbenommen!
Ein Wort noch zum "unteren u. mittleren Gehaltssegment": Hier hatte Frank M. doch bereits auf die Beitragsklassen verlinkt; es kann doch jeder nachlesen, daß dort die Klasse 5 "2500-4500 Euro" als Basisklasse (d. h. mittlere) zählt, die Klassen 1-4 als Geringverdiener (unter 2500 Euro). Und wenn Sie mal nach dem deutschen Durchschnittsve rdienst googeln, dann sehen Sie, daß dieser auch in der Basisklasse liegt.
In jedem Fall fallen die Beiträge allesamt sehr moderat aus, bei 9,80 Euro im Monat für jemanden mit über 2500 Euro Gehalt von "hohen Beitragssätzen" zu sprechen, entbehrt jeder Grundlage.
Zitieren
 
 
-1 #5 RE: DBfK Nordwest unterstützt Entschließungsa ntrag zur Pflegekammer NRWNorbert H. 2017-05-24 09:03
Antort an Frank M.: Lieber Kommentator Frank M.: Ui, das hat wohl gesessen! Ihre massive und teils scheinbar persönliche und polemisch anmutende Reaktion auf meinen Kommentar würde mich ja erheitern, würde sie nicht so ungeheurlich verzweifelt vermeintliche Kammer-"Gegner" derart abqualifizieren . Wir führen hier doch hoffentlich keinen Krieg miteinander! Und wenn; dann öchstens einer der Argumente. Ich bitte doch sehr darum, sachlich zu argumentieren. Trolle füttern mag ich gar nicht. Und gerade diese Argumente vermisse ich bei Ihnen. Bitte bleiben Sie doch sachlich und zerpflücken meine Argumente durch Gegenargumente, wenn Sie können! Dann würde ich mit fliegenden Fahnen zu den Kammerbefürwort ern laufen. Pflegekammern sind und bleiben ziemlich entbehrlich. Hat die Pflege denn wieder mal nichts Besseres vor, als sich gegenseitig zu zerfleischen und den Geringverdienen den das Geld noch zwangsweise aus der Tasche zu ziehen? MÜsste der Hebel nicht erst bei einer adäquaten bezahlung angesetzte werden? Die Gegener der wirklich Pflegenden stehen doch wo anders!
Wer ist denn nun in den Führungspositio nen der PK in Rheinland-Pfalz? Gibt es den dringenden Wunsch der Kammerbefürwort er nach Mindestunterstü tzerzahlen und zum Quorumsverzicht etwa wirklich nicht? Ist das demokratisch und rechtmässig? Ich finde das pseudodemokrati sch und damit wirklich recht mässig. Ist wirklich alles "Quatsch", was ich schreibe, wie Sie behaupten? Hat der DBfK den "Quatsch" denn nicht selbst verbreitet?: https://www.dbfk.de/de/presse/meldungen/2017/DBfK-Nordwest-unterstuetzt-Entschliessungsantrag-zur-Pflegekammer-NRW.php
Und zudem: In meinem Kommentar vom 17.05. lesen Sie hoffentlich korrekt die Begriffe "unteren und mittleren Gehaltsegment( 2500-4500€ brutto)". Ob das also "Unfug" ist, wie Sie tönen,wird der geneigte Leser dann ja selbst ganz einfach per Taschenrechner feststellen können, wenn er die Beitragsklassen mal vergleicht. Allein die enorme Spreizung bedeutet besonders für die vielen Pflegende in dieser Gruppe hohe Beitragssätze. Warum gibt es hier keine lineare Steigerungsrate , die dem tatsächlichen Verdienst angepasst wird? Ei Narr, der Böses dabei denkt? Auch hier darf mich gern beschimpfen. Wenn man keine Argumente nenenn mag oder überhaupt welche hat!
Mein Rat an die Befürworter: Schmeisst uns mit Pro- und Contra zuu und lasst die Leute dann entscheiden. Handelt wirklich demokratisch in der Gründungsphase damit Ihr bei Errichtung einer Kammer dann wirklich legitimiert seid und "die Pflegenden" hinter euch habt.
Zitieren
 
 
-1 #4 RE: DBfK Nordwest unterstützt Entschließungsa ntrag zur Pflegekammer NRWFrank M. 2017-05-22 14:35
Was für ein Quatsch. Die Abstimmungen sind vollkommen rechtmäßig abgelaufen, hier jetzt nachträglich etwas pseudomäßig reininterpretie ren zu wollen ist nur ein Versuch der Kammergegner, die Realität ausblenden zu wollen.
So hatte in den Bundesländern jeder Befragte auch die Möglichkeit, dagegen zu stimmen; und Hamburg hat ja auch gezeigt, daß es eben Bundesländer gibt, in denen die Mehrheit der Pflegekräfte gegen die Kammer ist. Das muß man halt akzeptieren, genauso erwarte ich aber auch, daß die Abstimmungen der Pflegenden in den Bundesländern PRO Kammer akzeptiert werden.
Das mit den Beiträgen ist auch Unfug, kann ja jeder nachlesen:
http://www.pflegekammer-rlp.de/index.php/mitgliedschaft-und-mitgliedsbeitrag.html#Mitgliedschaft
2500-4500 € ist übrigens nicht "unteres" Gehaltssegment.
Zitieren
 
 
-1 #3 RE: DBfK Nordwest unterstützt Entschließungsa ntrag zur Pflegekammer NRWNorbert H. 2017-05-17 12:26
Fakt ist doch: Bestehende bzw. in Gründung befindliche Pflegekammern bestehen personell vor allem aus Pflegedirektion en und Funktionären des DBfK; bisherige Infoveranstaltu ngen wurden durch VPU (Verband PflegdirekorInn en) organisiert. Die im Durchschnitt kleine Altenpflegeeinr ichtungen kommen durch Hürden von Mindestunterstü tzerzahlen bei Kandidatenaufst ellungen nicht vor. Wer möchte wohl die Pflegekammern? Die Ablehnung von Abstimmungsquor en ( s.o.) zeugt daher doch wohl eher von der Angst, die eigene zahlenmässige Bedeutungslosig keit dieser Gruppen durch eine pseudo-demokratische Abstimmung zur Selbstdarstellu ng übertünchen zu wollen. Fakt ist auch: Bisher zahlen die Zwangsmitgliede r in RP im unteren und mittleren Gehaltsegment( 2500-4500€ brutto) prozentual die höchsten Beiträge. Beitragsgerchti gkeit sieht wohl anders aus.
Zitieren
 
 
+3 #2 RE: DBfK Nordwest unterstützt Entschließungsa ntrag zur Pflegekammer NRWFrank M. 2017-05-12 15:54
zitiere Theo Schmitz:
Der DBFK dümpelt seit Jahren bei 25.000 Mitgliedern. Die Pflegedirektore n wollen eine Lobby bilden

Welche Pflegedirektore n? Und was haben jetzt die mit dem DBfK zu tun??
Zitat:
und so gibt es dann ein Konstrukt, das keiner Pflegekraft nutzt

Sagt wer?
Zitat:
Die Pflegekammern die es gibt bringen nix, sind teuer und tun nichts

M. W. gibt es bisher erst eine Pflegekammer, die bereits ihre Arbeit voll aufgenommen hat, nämlich die in RLP. Die anderen beiden sind erst im Aufbau, also ziemlich unfair, denen vorzuwerfen, die "bringen nix".
Zitieren
 
 
-9 #1 Theo SchmitzTheo Schmitz 2017-05-07 07:52
Der DBFK dümpelt seit Jahren bei 25.000 Mitgliedern. Die Pflegedirektore n wollen eine Lobby bilden und so gibt es dann ein Konstrukt, das keiner Pflegekraft nutzt, aber bei den niedrigen Löhnen , noch zu weiteren Abgaben führt. Die Pflegekammern die es gibt bringen nix, sind teuer und tun nichts . Also dagegenstimmen.
Zitieren
 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Copyright © www.pflegekammer-jetzt.de 2017

Template by Joomla Themes & Projektowanie stron internetowych.