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Pflegekammer für Schleswig-Holstein muss kommen

(KIEL/RICKLING) Die CDU-Landtagsabgeordnete Katja Rathje-Hoffmann hat sich gegen die Inititaive der Landesregierung zur Errichtung einer Pflegekammer in Schleswig-Holstein gewandt. In einer Pressemitteilung unter der Überschrift „CDU stellt Antrag gegen Zwangsmitgliedschaft und Pflichtbeiträge in Pflegekammer“ hinterfragt die gelernte Technikerin Rathje-Hoffmann die Interpretation der Abstimmungsergebnisse der Befragung in Schleswig-Holstein. Der an das Landesparlamentgerichtete Antrag der CDU-Fraktion bleibt da insgesamt etwas allgemeiner und fordert die Volksvertreter ohne weitere Begründung auf, die Planung zur Pflegekammer zu stoppen. Frank Vilsmeier, Vorsitzender des Pflegerates Schleswig-Holstein, antwortet mit einer Statement, das wir hier veröffentlichen:

Pflegekammer für Schleswig-Holstein muss kommen!

„Schluss mit dem Getöse gegen die Pflegekammer. Wer sie nicht will, will die beruflich Pflegenden klein halten und richtet sich gegen eine gute Versorgung der Bevölkerung mit pflegerischen Leistungen. Wir brauchen endlich eine Vertretung der Pflegeberufe, die unabhängig von politischen Konstellationen ihre beruflichen Interessen vertreten kann und in allen sie betreffenden Fragen gehört werden muss“, so Frank Vilsmeier, Vorsitzender Pflegerat Schleswig-Holstein. Es sind die Pflegeberufe, die 365 Tage und Nächte erleben, was sie und die Pflegebedürftigen für eine gute Pflege benötigen. „Niemand anderes darf sich anmaßen, unsere Vertretung zu übernehmen.“



Frau Rathje-Hoffmann und Andere drehen die Ergebnisse, wie sie es für richtig halte. Das richtet sich aber gegen die überwiegenden Interessen der beruflich Pflegenden. Gegen die Pflegekammer haben in der repräsentativen Umfrage lediglich 24% votiert. Bei den in der Regel gut informierten Mitgliedern einer Gewerkschaft (19% der Befragten) waren es noch weniger (18%).

„Da hilft es auch nicht, von der Mehrheit (51%) diejenigen abzuziehen, die lieber nichts für die Pflegekammer zahlen  wollen.
Von allen Befragten haben 52% angegeben, dass sie bereit sind, einen Beitrag zu leisten, wenn eine Kammer errichtet ist“, stellt Vilsmeier fest.

Seit dem Landtagsbeschluss vom 14.12.2012 warten die beruflich Pflegenden auf die Errichtung einer Pflegekammer. Die Befragung sollte ein Stimmungsbild dazu abgeben. Darin haben sich 51% zustimmend, 24% ablehnend und 25% unentschieden zur Pflegekammer geäußert.  In 3 weiteren Bundesländern hat es ein positives Votum dafür gegeben. In Hamburg und Berlin (von der CDU initiiert) wird es in diesem Jahr eine Befragung geben.
Eine Vielzahl von Aktivitäten zeigt, die Pflegekammer muss jetzt errichtet werden. In Schleswig-Holstein und in jedem anderen Bundesland.


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Kommentare  

 
-60 #3 Re: Karin KutschMaria Züfle 2014-02-04 00:00
Die verantwortliche n Politiker an der Basis haben von der Praxis der Pflegekräfte keine Ahnung und ein Arbeitskreis für Pflege, ohne Pflegekräfte am Tisch wird für uns nichts rausreißen. Wir brauchen Unterstützer mit guter Rhetorik und jahrelanger Praxiserfahrung , die sich für dringend notwendige Veränderungen stark machen und diese auch durchsetzen können. Wir hätten schon einige kluge Köpfe, die wissen wie es funktioniert. Wenn wir allein Prof. Dr. Michael Isfort vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung mit im Boot hätten, könnten wir neue Hoffnung für eine bessere Zukunft schöpfen.
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-62 #2 Florence N.Maria Züfle 2014-02-02 01:25
Menschenwürdige Pflege in deutschen Krankenhäuser und Pflegeheimen ist leider nicht mehr umsetzbar. Privatisierung, Stellenabbau, Gewinnmaximieru ng, Minutenpflege, Fallkostenpausc hale... Dies sind nur einzelne Schlagwörter, die die Arbeitsbedingun gen der Pflegekräfte zu einem Trauerspiel mutieren lassen. Es ärgert mich auch, dass sämtliche Parteien nur jeweils vor einer neuen Wahl große Sprüche klopfen. Ich beobachte dies seit Jahrzehnten: Es ist ein Skandal, wie in Deutschland Pflegekräfte und die zu Pflegenden behandelt werden. Ich arbeite seit 1975 in der Pflege und mir wird heute schon angst und bang, wenn ich selbst einmal auf Pflege angewiesen bin. Eine Pflegekammer ist unsere einzige Chance, endlich gehört zu werden. Eine Pflegekammer ist deutschlandweit notwendig, um die Bevölkerung vor mangelhafter Pflege zu schützen. "Wir müssen gemeinsam dafür kämpfen!"
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-62 #1 RE: Pflegekammer für Schleswig-Holstein muss kommenKarin Kutsch 2014-01-15 04:36
Ein Politiker der Linken gab an, mehr Zeit für Kaffeeklatsch und Händchenhalten ist nötig. Da rappelte mir nur durch den Kopf, dass die Begriffe wie Monitoring (Abgleich ob die Versorgung den Bedürfnissen entspricht und funktioniert) Deprivationspro phylaxe (Verhüten von Vereinsamung) Informationssam mlung (Biographiearbe it um entsprechende Angebote und Pflegeplanungen zu erstellen, was alles beim "Händchenhalten mit Kaffeeklatsch" stattfindet noch nie in der Politik als erforderliche Maßnahmen zu einer effektiven und effizienten Versorgung unerlässlich sind.
Es zeigt einfach nur, dass der Beruf innerlich von denen nur gesehen wird als Händchenhalten mit Kaffeeklatsch und den Po anderer Leute abzuputzen. Sie wollen nicht all die Versäumnisse der letzten Jahre vor Augen geführt bekommen und feststellen, wenn eine Pflegekammer vor der Pflegeversicher ung existiert der Karren nicht so derart in den Dreck gefahren worden wäre.
Also werden sie lieber weiter in ihrem Dornröschenschl af verharren und jeden kusswilligen Prinzen mit ihren übelriechenden Liegegeschwüren (Dekubiti) vergraulen
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